Die meisten Vereine unterschätzen, wie viel Werbefläche sie besitzen. Nicht auf dem Trikot – da ist der Platz begrenzt und meist vergeben. Sondern rundherum: Zaun, Bandenumlauf, Einlaufbereich, Kantine, Parkplatz. Das ist zusammen mehr Quadratmeter, als die meisten Sponsoringgespräche je zur Sprache bringen.
Der Unterschied zwischen einem Verein, der 800 Euro im Jahr für eine Bande bekommt, und einem, der 2.500 bekommt, liegt selten an der Größe des Vereins. Er liegt daran, ob jemand die Flächen einmal zusammengeschrieben und ordentlich hergerichtet hat.
Was ein Sponsor tatsächlich sieht
Nüchtern betrachtet gibt es drei Momente, in denen Werbung am Platz wahrgenommen wird:
Vor dem Spiel und in der Pause. Die Leute stehen an der Kantine, reden, schauen sich um. Das ist der einzige Moment, in dem jemand eine Bande wirklich liest. Wer seine besten Flächen hinter dem Tor hat, wo in der Pause niemand steht, verschenkt sie.
Auf Fotos. Vereinsfotos gehen an die Bezirkszeitung, auf die Website, in die Vereinsgruppe. Der Hintergrund auf diesen Fotos ist die wertvollste Fläche am ganzen Platz – und die, die am seltensten bewusst gestaltet wird. Wer sich einmal anschaut, welcher Bildausschnitt bei Mannschaftsfotos und Torjubel üblicherweise entsteht, weiß danach, wo die teuerste Bande hängen sollte.
Bei Ereignissen außer der Reihe. Aufstiegsfeier, Jubiläum, Nachwuchsturnier mit zwanzig Gastvereinen. An diesen Tagen ist mehr Publikum am Platz als an zehn normalen Spieltagen zusammen. Für diese Tage lohnen sich mobile Flächen, die sonst im Lager stehen.
Fest oder mobil – das ist die eigentliche Entscheidung
Banden und Zaunblenden sind die klassische Dauerfläche. Sie hängen die ganze Saison, sie sind wetterfest, und sie sind das, was ein Sponsor unter Bandenwerbung versteht. Wichtig ist die Befestigung: Kabelbinder halten einen Sommer, danach reißen sie am Rand aus. Ösen im Abstand, der zum Zaun passt, und ein Material, das Wind aushält, ohne zu flattern.
Beachflags sind das Gegenteil: schnell aufgestellt, schnell weg, sichtbar aus jeder Richtung. Sie eignen sich für Turniertage, Einlaufbereiche und überall dort, wo eine Fläche nur an bestimmten Tagen gebraucht wird. Ein Verein, der drei Beachflags im Lager hat, kann einem Sponsor ein Turnierpaket anbieten, ohne dafür etwas am Zaun zu verändern.
Roll-ups gehören nach drinnen: Kantine, Sitzungszimmer, Jahreshauptversammlung. Unterschätzt, weil dort die Leute sitzen, die im Verein entscheiden.
Fahnen sind der Sonderfall. Sie werben schlechter als eine Bande, weil sie sich bewegen und selten lesbar stehen. Dafür machen sie Atmosphäre, und Atmosphäre ist das, was ein Sponsor auf den Fotos sehen will.
Was am Platz kaputtgeht
Alles, was draußen hängt, hat drei Gegner: UV-Strahlung, Wind und den Winter.
UV bleicht aus. Ein Rot, das im ersten Jahr kräftig war, ist im dritten rosa – und das fällt ausgerechnet dem Sponsor auf, dessen Firmenfarbe es ist. Bei Außenflächen lohnt sich die Nachfrage nach UV-Beständigkeit, auch wenn es beim Angebot einen Aufschlag bedeutet.
Wind zerstört über die Kante. Eine Plane, die an zwei Ecken befestigt ist, schlägt bei jedem Sturm und reißt an der Öse aus. Umlaufend befestigen oder Windschlitze einplanen.
Der Winter ist der Grund, warum mobile Flächen mobil sein sollten. Beachflags und Roll-ups gehören ab November ins Trockene. Wer sie draußen stehen lässt, kauft im Frühjahr neu.
Wie man das einem Sponsor verkauft
Der häufigste Fehler im Sponsoringgespräch ist die Frage „Wollt ihr eine Bande?". Das ist eine Frage, auf die es eine schnelle Antwort gibt, und die lautet meistens nein.
Besser ist eine Aufstellung: Wie viele Flächen gibt es, wo liegen sie, wie viele Zuschauer kommen im Schnitt, welche Termine im Jahr bringen zusätzliches Publikum. Daraus wird ein Paket statt einer Fläche, und ein Paket lässt sich staffeln – die Kanten-Bande für den kleinen Sponsor, die Fläche im Fotohintergrund plus Beachflags am Turniertag für den großen.
Wer dazu noch anbieten kann, dass die Gestaltung aus einer Hand kommt und im gleichen Stil wie das übrige Vereinsauftreten ist, verhandelt nicht mehr über den Preis pro Quadratmeter.
Wo man anfängt
Einmal mit dem Handy um den Platz gehen und jede mögliche Fläche fotografieren. Danach jede Fläche mit zwei Angaben versehen: Wird sie gesehen, und was hängt heute dort?
Fast immer kommt dabei dasselbe heraus. Es gibt mehr Flächen als gedacht, die besten sind gratis vergeben oder leer, und die schlechteste hängt dort, wo einmal jemand gesagt hat, das passt schon.
Was danach zu tun ist, ist Handwerk. Genau das machen wir – Banden, Zaunblenden, Beachflags, Fahnen und Roll-ups, siehe Werbetechnik.
Helmut Mitter
Gründer von Soccershop und seit über 20 Jahren im Vereins-Merchandise zu Hause. Berät Vereine, Verbände und Firmen in ganz Österreich.
Ihr wollt eure Flächen am Platz besser nutzen?
Banden, Fahnen, Beachflags, Zaunblenden – sagt uns, was ihr habt und wen ihr gewinnen wollt.
Jetzt anfragen