Hinter jedem Sportverein in Österreich stehen Menschen, die unbezahlt arbeiten. Nicht ein bisschen – richtig arbeiten. Die den Platz pflegen, die Dressen waschen, die Sponsoren anrufen, die Kantine betreiben, die Jugend trainieren, die Busfahrten organisieren und nachts um elf noch Mails beantworten. Ehrenamtliche. Ohne sie gäbe es keinen einzigen Verein im Land.
Die unsichtbare Arbeit
Das Problem mit ehrenamtlicher Arbeit ist: Sie ist unsichtbar. Wenn ein Spieler ein Tor schießt, applaudieren hundert Leute. Wenn der Obmann drei Stunden am Telefon hängt, um den Hauptsponsor zu halten, klatscht niemand. Wenn die Kassierin die Jahresabrechnung macht, feiert niemand. Wenn der Platzwart am Freitagabend den Rasen mäht, damit am Samstag gespielt werden kann, sieht das kaum einer.
Diese Unsichtbarkeit ist eines der größten Probleme im Vereinsleben. Nicht weil Ehrenamtliche ständig Lob brauchen – die meisten machen das aus Überzeugung und nicht für den Applaus. Aber weil Unsichtbarkeit auf Dauer zermürbt. Weil irgendwann der Moment kommt, in dem sich jemand fragt: Warum mach ich das eigentlich noch?
Was Ehrenamtliche motiviert
Ich habe in 20 Jahren mit hunderten Vereinsfunktionären zusammengearbeitet. Obmänner, Kassierinnen, Jugendleiter, Festkomitee-Vorsitzende. Und wenn ich frage, warum sie das machen, höre ich immer ähnliche Antworten.
Erstens: „Ich bin halt hier aufgewachsen." Der Verein ist Heimat. Man gibt zurück, was man bekommen hat. Zweitens: „Die Kinder sollen was haben." Viele Ehrenamtliche sind Eltern, die wollen, dass ihre Kinder in einem funktionierenden Verein aufwachsen. Drittens: „Irgendwer muss es ja machen." Pflichtgefühl. Der Verein braucht Leute, also macht man mit.
Was selten gesagt wird, aber immer mitschwingt: Zugehörigkeit. Die Ehrenamtlichen sind oft die treuesten Vereinsmitglieder. Sie sind nicht Fans, die kommen und gehen. Sie sind der Verein. Und genau deshalb verdienen sie Sichtbarkeit.
Wie ein Funktionärs-Pin Wertschätzung zeigt
Jetzt kommen wir zum Thema Merchandise – aber anders, als man vielleicht denkt. Es geht hier nicht um Verkauf. Es geht um Wertschätzung.
Ein Funktionärs-Pin am Revers. Ein Polo-Shirt mit der Aufschrift „Vorstand". Eine Jacke mit dem Vereinslogo und dem eigenen Namen. Das sind keine teuren Produkte. Aber sie sagen etwas Wichtiges: Du gehörst dazu. Deine Arbeit wird gesehen. Du bist nicht irgendwer – du bist Teil der Vereinsführung.
Ich habe erlebt, wie ein Obmann bei der Jahreshauptversammlung Pins an seine Vorstandsmitglieder verteilt hat. Kleine Anstecknadeln mit dem Vereinswappen und der Aufschrift „Ehrenamt". Die Reaktion? Manche haben geweint. Wirklich. Weil es der erste Moment war, in dem jemand gesagt hat: Was ihr macht, ist wichtig.
„Du musst Ehrenamtlichen nicht mehr Geld geben – das erwarten sie nicht. Aber du musst ihnen zeigen, dass du siehst, was sie tun."
Das Vorstand-Shirt als Uniform
Manche Vereine gehen noch einen Schritt weiter. Sie statten ihren gesamten Vorstand mit einheitlicher Kleidung aus. Ein Polo-Shirt oder eine Softshell-Jacke in Vereinsfarben, mit Logo und Funktion. Der Obmann hat sein Shirt, die Kassierin hat ihres, der Jugendleiter hat seines.
Das hat mehrere Effekte. Erstens: Es schafft Zusammengehörigkeit im Vorstand. Man tritt als Team auf, nicht als lose Gruppe. Zweitens: Es macht die Funktionäre beim Heimspiel erkennbar. Eltern wissen, an wen sie sich wenden können. Sponsoren sehen, wer verantwortlich ist. Drittens: Es hebt die Ehrenamtlichen vom Rest ab – nicht im Sinne von Hierarchie, sondern im Sinne von Sichtbarkeit.
Und viertens, ganz praktisch: Es spart den Funktionären das eigene T-Shirt. Wer am Spieltag von morgens bis abends am Platz steht, braucht was zum Anziehen. Und wenn das ein Shirt mit Vereinslogo ist, dann ist das besser als das zufällige Freizeithemd.
Der Ehrenamtliche als Held
In den meisten Vereinen gibt es eine Ehrung für langjährige Spieler. 200 Spiele, 100 Tore, zehn Jahre Vereinstreue. Sehr gut. Aber wo bleibt die Ehrung für den Kassier, der seit 15 Jahren die Bücher führt? Wo bleibt die Anerkennung für die Frau, die seit 20 Jahren die Kantine betreibt? Wo ist der Pokal für den Platzwart, der bei jedem Wetter draußen steht?
Merchandise kann hier eine Rolle spielen, die über den normalen Merch-Verkauf hinausgeht. Eine personalisierte Urkunde mit Vereinslogo. Ein gerahmter Schal mit Widmung. Ein gravierter Pin für besondere Verdienste. Das sind Dinge, die wenig kosten, aber viel bedeuten.
Ein Verein in Oberösterreich hat einmal bei uns personalisierte Schals für seine Ehrenmitglieder bestellt. Jeder Schal trug den Namen des Geehrten und die Jahre seiner Mitgliedschaft. Die Übergabe fand bei der Jahresfeier statt. Der Applaus war lauter als nach jedem Tor in der ganzen Saison.
Wertschätzung ist kein Luxus
Ich höre manchmal von Vereinen: „Dafür haben wir kein Budget." Verständlich – die meisten Vereine haben knappe Kassen. Aber Wertschätzung muss nicht teuer sein. Ein Pin kostet wenige Euro. Ein Polo-Shirt unter 20 Euro. Ein personalisierter Schal unter 15 Euro pro Stück bei vernünftiger Auflage.
Die Frage ist nicht, ob man sich das leisten kann. Die Frage ist, ob man es sich leisten kann, es nicht zu tun. Denn wenn die Ehrenamtlichen aufhören – und das passiert in immer mehr Vereinen – dann hat der Verein ein Problem, das kein Geld der Welt löst.
Zeig den Leuten, die deinen Verein am Laufen halten, dass du sie siehst. Ein kleines Zeichen reicht. Aber es muss kommen.
Helmut Mitter
Gründer von Soccershop und seit über 20 Jahren im Vereins-Merchandise zu Hause. Berät Vereine, Verbände und Firmen in ganz Österreich.
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