Jedes Jahr dasselbe Spiel: Die Weihnachtsfeier rückt näher, und irgendwer im Vorstand fragt: „Was schenken wir heuer?" Dann wird diskutiert, dann wird zu lange diskutiert, und am Ende kauft jemand hektisch irgendwas beim Großhändler. Das Ergebnis: Geschenke, die nett gemeint sind, aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Es geht auch anders.
Das Problem mit den üblichen Verdächtigen
Kugelschreiber mit Vereinslogo? Hat jeder drei Stück in der Schublade. Schlüsselanhänger? Landet am Schlüsselbund – wenn es gut läuft. Tassen? Stehen im Regal neben den zehn anderen Tassen, die man nie benutzt. Das sind keine schlechten Geschenke – sie sind nur austauschbar. Sie sagen: „Wir haben uns etwas überlegt." Sie sagen nicht: „Wir kennen euch."
Was wirklich ankommt, sind Produkte, die im Alltag verwendet werden. Dinge, die man braucht, die man gerne benutzt, und die gleichzeitig ein Gefühl von Zugehörigkeit transportieren.
Socken – das unterschätzte Geschenk
Ja, Socken. Klingt unsexy, ist aber einer der besten Weihnachtsartikel, die es gibt. Warum? Weil Socken ein Verschleißprodukt sind. Jeder braucht sie, jeder benutzt sie, und wenn sie gut gemacht sind, freut man sich sogar darüber.
Vereinssocken in den Vereinsfarben, mit dezentem Logo – das ist ein Geschenk, das jeden Morgen beim Anziehen ein kleines Lächeln erzeugt. Und hier der entscheidende Tipp: Bestellt mehr als ein Paar pro Person. Zwei oder drei Paar sind der Sweet Spot. Ein Paar alleine wirkt karg, drei Paar wirken durchdacht.
Kostentechnisch bewegen sich Vereinssocken in einem Rahmen, der auch für kleinere Vereine machbar ist. Pro Paar reden wir von wenigen Euro – bei der richtigen Menge oft deutlich unter fünf Euro.
Badetücher – groß, sichtbar, praktisch
Ein Badetuch mit Vereinslogo ist ein Geschenk, das überrascht. Die wenigsten erwarten so etwas bei der Weihnachtsfeier. Aber es funktioniert – vor allem in Vereinen, wo Schwimmen, Wellness oder Saunabesuche zum sozialen Programm gehören.
Ein großes, farbiges Badetuch mit dem Vereinswappen – das liegt am Beckenrand, am Strand im Urlaub, im Freibad. Es ist sichtbar, es ist nützlich, und es ist etwas, das man nicht dreimal hat. Die Produktionszeit ist überschaubar, und in der richtigen Größe (ab 70x140 cm) fühlt es sich wertig an.
Turnbeutel und Turnsäcke
Turnbeutel sind der Alleskönner unter den Merch-Produkten. Für Kinder sowieso – die brauchen ständig einen für den Sportunterricht, fürs Training, für den Ausflug. Aber auch Erwachsene nutzen einen leichten Beutel: für die Sportschuhe, fürs Fitnessstudio, für den Einkauf.
Der Vorteil: Turnbeutel sind günstig in der Produktion, lassen sich hervorragend bedrucken, und sie haben eine enorme Sichtbarkeit. Wer einen Turnbeutel mit Vereinslogo durch die Stadt trägt, ist eine wandelnde Werbefläche – und das freiwillig, weil das Produkt tatsächlich nützlich ist.
Minibälle – besonders für die Jüngsten
Ein Miniball im Vereinsdesign ist für jedes Kind unter zwölf das beste Geschenk, das man sich vorstellen kann. Klein genug für die Wohnung, robust genug für den Garten, und mit dem Logo des eigenen Vereins bedruckt – das erzeugt Stolz.
Minibälle eignen sich besonders gut als Zusatzgeschenk. Ein Turnbeutel mit einem Miniball drin – fertig ist das Paket, das jedes Nachwuchskind zum Strahlen bringt. Die Kosten pro Ball liegen im niedrigen einstelligen Bereich, der emotionale Wert ist ungleich höher.
„Das beste Weihnachtsgeschenk ist eines, das im Jänner noch benutzt wird. Nicht eines, das im Jänner in der Mülltonne liegt."
– Helmut Mitter, Soccershop
Budget-Überlegungen – was ist realistisch?
Für einen typischen Verein mit 100 bis 200 Mitgliedern rechnet sich ein Budget von 5 bis 15 Euro pro Person. In diesem Rahmen bekommt man ein solides Geschenk – oder sogar ein kleines Set aus zwei Produkten.
Wer clever plant, kombiniert: Socken plus Aufkleber für die Kinder, Badetuch für die Erwachsenen. Oder ein einheitliches Geschenk für alle – der Turnbeutel als gemeinsamer Nenner. Wichtig ist, dass das Geschenk zum Verein passt und nicht nach „Wir hatten noch Budget über" aussieht.
September bestellen für Dezember
Der häufigste Fehler: zu spät bestellen. Weihnachten kommt nicht überraschend – trotzdem erleben wir jedes Jahr Vereine, die im November anrufen und bis zur Weihnachtsfeier am 15. Dezember alles brauchen. Das geht sich manchmal aus. Aber manchmal eben nicht.
Die Empfehlung: Im September das Thema auf den Tisch bringen. Oktober für Design und Freigabe. November für Produktion und Lieferung. Dezember für die Feier. Wer diesen Zeitplan einhält, hat keinen Stress – und bekommt meistens auch bessere Preise, weil die Produktion nicht unter Zeitdruck steht.
Ein gutes Weihnachtsgeschenk vom Verein ist mehr als ein Gegenstand – es ist eine Geste, die sagt: Ihr gehört dazu. Und wenn diese Geste auch noch praktisch ist und im Alltag verwendet wird, dann hat man alles richtig gemacht.
Helmut Mitter
Gründer von Soccershop. Seit über 20 Jahren plant er Merchandise-Kampagnen für Sportvereine in ganz Österreich.
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